Ziele der endodontischen BehandlungDamit eine Wurzelkanalentzündung behandelt werden kann, müssen Bakterien möglichst restlos aus dem Wurzelkanal beseitigt werden. Um zu verhindern, dass über den Speichel weitere
Bakterien eindringen, wird der zu behandelnde Zahn vor der Öffnung mit einem speziellen Spanngummi, dem so genannten „Kofferdam“, isoliert.
Dadurch wird ein günstiges Arbeitsfeld für den Zahnarzt geschaffen. Gleichzeitig wird der Patient daran gehindert, die filigrane Behandlungsinstrumente oder die verabreichte
Desinfektionsflüssigkeit zu verschlucken. Danach entfernt der Zahnarzt vorsichtig das infizierte Gewebe. Besonders wichtig ist dabei ein schrittweises Vorgehen der Aufbereitung, um die
Wurzelkanäle ausreichend und ohne Verletzung der Wurzelspitze zu erschließen.
Während der Aufbereitung wird der Wurzelkanal behutsam gereinigt, erweitert und mit antibakteriellen Lösungen gespült, um auch die letzten hartnäckigen Bakterienreste zu
entfernen.
Innovative Methoden in Wissenschaft und Technik ermöglichen heute eine fortschrittliche Wurzelbehandlung:
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Bis zur endgültigen Füllung des Zahns ist meistens eine größere
Zeitspanne zu veranschlagen. Der Zahn kann mit einem beruhigenden
antibakteriellen Medikament versorgt werden und erhält zunächst eine
provisorische Füllung. Für gewöhnlich sind 2-3 Behandlungseinheiten
notwendig bis alle Wurzelkanäle sorgfältig präpariert sind. Bei der
Abschlusssitzung erfolgt dann die endgültige Füllung der Zahnwurzel mit Guttapercha.
Eine endodontische Behandlung ist zeitaufwändig und erfordert sowohl eine besondere technische Ausstattung als auch Erfahrung und höchste Präzision.
Großangelegte Studien, die sich über lange Zeiträume erstrecken, zeigen jedoch, dass die Erfolgsaussichten für den Erhalt eines optimal endodontisch behandelten Zahns bei über 85% liegen. Zudem
fallen die bei einer endodontischen Behandlung entstehenden Kosten in den meisten Fällen niedriger aus als die für Zahnersatz durch eine Brücke oder ein Implantat.
Ob eine Wurzelkanalbehandlung tatsächlich erfolgreich war, lässt sich erst anhand von Röntgenaufnahmen nach 3-6 Monaten abschließend beurteilen. Sollte eine Behandlung nicht den gewünschten Erfolg
erzielt haben, bleiben als Alternativen immer noch die Revision der Wurzelkanalfüllung oder eine Wurzelspitzenresektion. Je nach Befundlage des gesamten Gebisses muss in Ausnahmefällen aber auch
an eine komplette Zahnentfernung gedacht werden.
Wir beraten Sie gerne individuell!