Die Parodontitis ist eine bakterielle Erkrankung. Eine häufige Folge der Parodontitis ist der Zahnverlust. Die Parodontitis im Erwachsenenalter ist etwa mit 20 – 45% als Ursache für Zahnextraktionen angegeben. Die sichtbaren Folgen sind
Zahnfleischrückgang mit einhergehendem Rückgang des Zahnhalteapparates. Lockerungen, unschöner Verlauf des Zahnfleisches oder aber das Absterben von Zähnen können die Folgen sein.
Die Parodontitis ist auch ein Risikofaktor für allgemein-medizinische
Folgen, wie z.B. Herz -Kreislauferkrankungen oder Frühgeburten bei parodontal erkrankten Schwangeren.
Die Vorbehandlung ist für den Erfolg der Therapie unerlässlich. Dabei ist auch die Mitarbeit des Patienten notwendig, der seine Zahnpflege auf die Erkrankung einstellen muss.
Im Rahmen der Vorbehandlung wird die professionelle Mundhygiene durch moderne Verfahren (Zahnsteinentfernung, Air-Flow, Politur) durchgeführt. Störfelder im Mundraum wie undichte Füllungen oder
Aufbissproblematiken werden beseitigt. Es erfolgt eine klinische Befunderhebung und erweiterte Diagnose.
Zusätzliche therapeutische Maßnahmen während der Parodontitisbehandlung können Medikamenten-schienen, Spüllösungen oder die orale Gabe von Antibiotika sein.
Der individuelle Befund gibt die Therapie vor.
Die geschlossene Kürettage ist die Standard-Therapie der Parodontitis. Sie beinhaltet die intensive Reinigung der Wurzeloberfläche von Bakterien und festen Belägen sowie das Glätten der
Wurzeloberfläche unter Einsatz von Hand- und Ultraschallinstrumenten.
Die Beseitigung der bakteriellen Ablagerungen kann auch mit Hilfe eines Lasers erfolgen. In vielen Studien wurde bewiesen, dass es einen Vorteil bringt, den Laser unterstützend in der
Parodontaltherapie einzusetzen. So wird in den Zahnfleischtaschen eine hohe klinische Sterilität erzeugt und somit ein besserer Heilungsverlauf erreicht.
Die Lasertherapie ermöglicht durch schnelle, zahnsubstanzschonende und schmerzarme Wirkung die selektive Säuberung der Wurzeloberflächen. Die Aktivität des Lasers beschränkt sich ausschließlich
auf die beschädigten Bereiche.
Aufgrund dieser positiven Eigenschaften der Laserstrahlung ist es relativ gefahrlos möglich, den Laser selbst bei Patienten mit Blutungstendenz, Herzschrittmachern oder bei Schwangeren anzuwenden.



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